„Gräfendorf (Niederer Fläming)“ – Versionsunterschied

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Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gab es eine Windmühle, einen Hufschmied, eine eigene Brauerei und Weinbrandbrennerei, sowie eine Ziegelei und einen Schankwirt. Zu dieser Zeit war [[Johann Gottlieb Koppe]] der Verwalter des Guts, der mit seinem Wirken zu einer erheblichen Steigerung der Produktivität beitrug. Gutserbe ''der Thümen'' wurde der Bruder Karl jun. von Thümen (1796–1870), der ebenso die alten Familien-Stammgüter um Blankensee und Stangenhagen übernahm. Später bekam der Neffe [[Felix von Thümen]] (1839–1892), k. und k. Adjunkt, Gut Gräfendorf. Er<ref>[http://blha-recherche.brandenburg.de/detail.aspx?ID=2093587 Thümen, Felix Carl Albert Ernst Ivrahim von: Auswanderung nach Österreich-Ungarn; 1865-1874 (Akte). Enthält: Ehefrau Bertha geb. Tuscany und Kinder Nikolaus (* 1862), Anna (* 1865), Friedrich (* 1867), Lucy (* 1874).], BLHA 2A I St Verweis.</ref> wanderte schließlich nach Österreich-Ungarn aus und starb in [[Teplice|Teplitz-Schönau]], seine Witwe lebte zuletzt in Stralsund; die Kinder ererbten Gräfendorf nicht mehr.<ref>''Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser 1913.'' 14. Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1912, [https://archive.org/details/gothaischesgenea1913goth/page/683 S. 684.]</ref> Felix von Thümen nannte sich ''von Thümen-Gräfendorf'' und wurde ein europaweit bekannter Botaniker und [[Mykologe]]. Nachfolgend setzt ein häufiger Besitzerwechsel im Kontext mit dem Rittergut ein.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gab es eine Windmühle, einen Hufschmied, eine eigene Brauerei und Weinbrandbrennerei, sowie eine Ziegelei und einen Schankwirt. Zu dieser Zeit war [[Johann Gottlieb Koppe]] der Verwalter des Guts, der mit seinem Wirken zu einer erheblichen Steigerung der Produktivität beitrug. Gutserbe ''der Thümen'' wurde der Bruder Karl jun. von Thümen (1796–1870), der ebenso die alten Familien-Stammgüter um Blankensee und Stangenhagen übernahm. Später bekam der Neffe [[Felix von Thümen]] (1839–1892), k. und k. Adjunkt, Gut Gräfendorf. Er<ref>[http://blha-recherche.brandenburg.de/detail.aspx?ID=2093587 Thümen, Felix Carl Albert Ernst Ivrahim von: Auswanderung nach Österreich-Ungarn; 1865-1874 (Akte). Enthält: Ehefrau Bertha geb. Tuscany und Kinder Nikolaus (* 1862), Anna (* 1865), Friedrich (* 1867), Lucy (* 1874).], BLHA 2A I St Verweis.</ref> wanderte schließlich nach Österreich-Ungarn aus und starb in [[Teplice|Teplitz-Schönau]], seine Witwe lebte zuletzt in Stralsund; die Kinder ererbten Gräfendorf nicht mehr.<ref>''Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser 1913.'' 14. Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1912, [https://archive.org/details/gothaischesgenea1913goth/page/683 S. 684.]</ref> Felix von Thümen nannte sich ''von Thümen-Gräfendorf'' und wurde ein europaweit bekannter Botaniker und [[Mykologe]]. Nachfolgend setzt ein häufiger Besitzerwechsel im Kontext mit dem Rittergut ein.


Etwa 1866 hatte Gräfendorf 244 Einwohner. Neuer Rittergutsbesitzer auf Gräfendorf und Betreiber der Branntweinbrennerei wurde in diesem Jahr der Landwirt Benno Meyer.<ref>[https://www.google.de/books/edition/Deutschlands_Handel_und_Industrie_Band_B/NoHEJ4UV5P4C?hl=de&gbpv=1&dq=Th%C3%BCmen+Gr%C3%A4fendorf++1867&pg=PA496&printsec=frontcover ''Gräfendorf. Dorf und Gut. Rittergutsbesitzer Benno Meyer''.], in: ''Deutschlands Handel und Industrie. Neuestes Repertorium des deutschen Handels-, Fabrik- und Gewerbestandes'', ''Norddeutschland nach der Sandler`schen Principien des Jahres 1866'', I. Abtheilung: ''Königreich Preussen'', Zweiter Band: ''Brandenburg, Schlesien, Ostpreußen'', in:Hrsg. Chr. Sandler, F. Berggold, Berggold Selbstverlag, Berlin 1867, S. 132.</ref> Um 1880 wurde das Gutshaus, damals im Besitz der Familie Simon,<ref>{{Literatur |Autor=P. Ellerholz, H. Lodemann, H. von Wedell |Titel=General-Adressbuch der Ritterguts- und Gutsbesitzer im Deutschen Reiche |Band=1. Band: Das Königreich Preussen |Nummer=Lfg. 1: Die Provinz Brandenburg. Kreis Teltow. |Verlag=Nicolaische Verlags-Buchhandlung [[Rudolf Stricker|R. Stricker]] |Ort=Berlin |Datum=1879 |DOI=10.18452/377 |Seiten=100–101 |Online=https://edoc.hu-berlin.de/handle/18452/1029 |Abruf=}} Reprint. ISBN 3-226-00787-4.</ref> an jeder Seite um drei Achsen erweitert, neue Fenster eingebaut und das Gebäude erhielt einen Turm mit einer hofseitigen Uhr. Ab dem Jahr 1891 wurde der Ort Kirchendorf mit Rittergut, 589 ha groß, und Schäferei. Pächter, auch der Brennerei, war Ober-Amtmann Hauffe.
Etwa 1866 hatte Gräfendorf 244 Einwohner. Neuer Rittergutsbesitzer auf Gräfendorf und Betreiber der Branntweinbrennerei wurde in diesem Jahr der Landwirt Benno Meyer.<ref>[https://www.google.de/books/edition/Deutschlands_Handel_und_Industrie_Band_B/NoHEJ4UV5P4C?hl=de&gbpv=1&dq=Th%C3%BCmen+Gr%C3%A4fendorf++1867&pg=PA496&printsec=frontcover ''Gräfendorf. Dorf und Gut. Rittergutsbesitzer Benno Meyer''.], in: ''Deutschlands Handel und Industrie. Neuestes Repertorium des deutschen Handels-, Fabrik- und Gewerbestandes'', ''Norddeutschland nach der Sandler`schen Principien des Jahres 1866'', I. Abtheilung: ''Königreich Preussen'', Zweiter Band: ''Brandenburg, Schlesien, Ostpreußen'', in:Hrsg. Chr. Sandler, F. Berggold, Berggold Selbstverlag, Berlin 1867, S. 132.</ref> Um 1880 wurde das Gutshaus, damals im Besitz der Familie Simon,<ref>{{Literatur |Autor=P. Ellerholz, H. Lodemann, H. von Wedell |Titel=General-Adressbuch der Ritterguts- und Gutsbesitzer im Deutschen Reiche |Band=1. Band: Das Königreich Preussen |Nummer=Lfg. 1: Die Provinz Brandenburg. Kreis Teltow. |Verlag=Nicolaische Verlags-Buchhandlung [[Rudolf Stricker|R. Stricker]] |Ort=Berlin |Datum=1879 |DOI=10.18452/377 |Seiten=100–101 |Online=https://edoc.hu-berlin.de/handle/18452/1029 |Abruf=}} Reprint. ISBN 3-226-00787-4.</ref> an jeder Seite um drei Achsen erweitert, neue Fenster eingebaut und das Gebäude erhielt einen Turm mit einer hofseitigen Uhr. Ab dem Jahr 1891 wurde der Ort Kirchendorf mit Rittergut, 589 ha groß, und Schäferei. Pächter, auch der Brennerei, war Ober-Amtmann Hauffe. 1896 ist Familie Brumhardt Gutseigentümer.<ref>Paul Ellerholz, E. Kirstein, Traug. Müller, W. Gerland, Georg Volger: ''Handbuch des Grundbesitzes im Deutschen Reiche'', I., ''Das Königreich Preussen'', I. Lieferung, ''Provinz Brandenburg'', 3. Auflage, Nicolai/ R. Stricker, Berlin 1896, [https://www.digi-hub.de/viewer/image/BV043879596/265/ S. 204 f.]</ref>


Ab 4. Juli 1909,<ref>[http://www.spritzenverband.de/chronik.htm Spritzenverband Gräfendorf]. 2023.</ref> mit Bestätigung durch den Landrat des Kreises Jüterbog-Luckenwalde am 3. September 1909, gab es eine örtliche Feuerwehr, durch den Gemeindevorstand und dem damaligen Gutsbesitzer Franz Salomon als Gründungs-Verbandsvorsitzender.<ref>[http://www.feuerwehr-graefendorf.de/sonstiges.htm Feuerwehr Gräfendorf 1909.]. 2023.</ref> 1914 bestand das Gräfendorfer Rittergut noch im Verband mit dem Gutsareal in Welsickendorf.<ref>Ernst Seyfert, Hans Wehner (Hrsg.): ''Landwirtschaftliches Adreßbuch der Provinz Brandenburg'', in: ''Niekammer`s Güter-Adressbücher'', Band VII, 2. Auflage, Reichenbach`sche Verlagsbuchhandlung, Leipzig 1914, S. 24.</ref>
Ab 4. Juli 1909, mit Bestätigung durch den Landrat des Kreises Jüterbog-Luckenwalde am 3. September 1909, gab es eine örtliche Feuerwehr, durch den Gemeindevorstand und dem damaligen Gutsbesitzer Franz Salomon als Gründungs-Verbandsvorsitzender.<ref>[http://www.feuerwehr-graefendorf.de/sonstiges.htm Feuerwehr Gräfendorf 1909.]. 2023. [http://www.spritzenverband.de/chronik.htm Spritzenverband Gräfendorf]. 2023.</ref> 1914 bestand das Gräfendorfer Rittergut der Familie Salomon weiterhin im Verband mit dem dazugehörigen Gutsareal in Welsickendorf.<ref>Ernst Seyfert: ''Güter-Adreßbuch für die Provinz Brandenburg'', in: ''Niekammer`s Güter-Adressbücher'', Band VII, 2. Auflage, Druck Pierersche Hofbuchdruckerei Stephan Geibel & Co. Altenburg, Reichenbach`sche Verlagsbuchhandlung, Leipzig Februar 1914, S. 24 f.</ref>


1929 war das Rittergut mit 800 ha umfangreich, inklusive des Ritterguts Welsickendorf, im Eigentum des Franz Salm (1868–1940).<ref>Ernst Seyfert, Hans Wehner (Hrsg.): ''Landwirtschaftliches Adreßbuch der Rittergüter, Güter und Höfe der Provinz Brandenburg'', in: ''Niekammer`s Güter-Adressbücher'', Band VII, 4. Auflage, Niekammer`s Güter-Adressbüchern GmbH, Leipzig 1929, S. 24.</ref> Salm führte auch das dem Gutsherrn zustehende Kirchenpatronat aus.
1929 war das Rittergut mit 800 ha umfangreich, inklusive des Ritterguts Welsickendorf, im Eigentum des Franz Salm (1868–1940).<ref>Ernst Seyfert, Hans Wehner (Hrsg.): ''Landwirtschaftliches Adreßbuch der Rittergüter, Güter und Höfe der Provinz Brandenburg'', in: ''Niekammer`s Güter-Adressbücher'', Band VII, 4. Auflage, Niekammer`s Güter-Adressbüchern GmbH, Leipzig 1929, S. 24.</ref> Salm führte auch das dem Gutsherrn zustehende Kirchenpatronat aus.

Version vom 22. Juni 2024, 21:10 Uhr

Gräfendorf
Koordinaten: 51° 55′ N, 13° 11′ OKoordinaten: 51° 54′ 46″ N, 13° 11′ 24″ O
Einwohner: 154 (31. Dez. 2018)[1]
Eingemeindung: 31. Dezember 1997
Postleitzahl: 14913
Vorwahl: 033746
Gräfendorf (Brandenburg)
Gräfendorf (Brandenburg)

Lage von Gräfendorf in Brandenburg

Schloss Gräfendorf. Sammlung Alexander Duncker
Dorfkirche Gräfendorf

Gräfendorf ist ein Ortsteil der Gemeinde Niederer Fläming im Landkreis Teltow-Fläming im Land Brandenburg.

Geographie

Gräfendorf befindet sich etwa 12 Kilometer südöstlich von Jüterbog und 17 Kilometer nordwestlich von Dahme im brandenburgischen Fläming. Die Kreisstraße 7209 verbindet den Ort mit der Bundesstraße 101. Nördlich des Ortes befindet sich das Dorf Werbig. Etwa einen Kilometer südlich des Ortes befindet sich der Feldflugplatz Reinsdorf.

Geschichte

13. bis 17. Jahrhundert

Urkundlich wurde der Ort erstmals im Jahr 1205 erwähnt und gehörte bis zum Jahr 1566 zum Erzbistum Magdeburg. Es belieh im 16. Jahrhundert den Jüterboger Amtshauptmann Georg von Thümen mit dem Ort. Dessen Sohn verkaufte ihn 1583 an den Jüterboger Stadtrichter Joachim von Seelen. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde das Dorf durch den Einmarsch schwedischer Truppen zerstört. Die Familie von Seelen war gezwungen, Teile von Gräfendorf 1670 zu verkaufen; zwei Jahre später ging der gesamte Besitz verloren.

18. Jahrhundert

In den kommenden Jahrzehnten wechselten die Besitzer, bis 1713 der Ort[2] wieder unter dem Landrat und poln. und kurfürstlich sächs. Geheimen Rat Christian Wilhelm von Thümen (1663–1741) zur Familie von Thümen gelangte. Unter seiner Leitung soll 1723 ein Gutshaus entstanden sein, Schloss Gräfendorf. Für seine Bautätigkeit spricht auch die Tatsache, dass er unmittelbar an den Bauten von Schloss Blankensee und indirekt an Schloss Stülpe, hier als Schwiegervater, beteiligt war. Das Gräfendorfer Bauwerk muss 1728 bereits fertiggestellt worden sein, denn in diesem Jahr heiratete seine Tochter auf Schloss Gräfendorf den Grafen Adolph Ludwig zu Solms. Als Christian Wilhelm von Thümen starb, ging das Gut des Ortes Gräfendorf und alle weiteren väterlichen Rittergüter an seinen Sohn August Christian Johann von Thümen (1724–1792). Dann folgte wiederum dessen Sohn Karl von Thümen (1754–1810), Gutsherr auf Gräfendorf, Heinsdorf, Pesterwitz, Beesdau und Crinitz, verheiratet mit Antonie Armgard Ernestine Gräfin Hohenthal.[3] Die standesgemäßen Hochzeiten der beider ältesten Töchter, Armgard (1789–1812), mit dem Gerichtsrat Karl Freiherr von Teubern, Sohn eines der „reichsten Bürger in Dresden“[4] und Antonie (1790–1845) mit Karl Adolf von Houwald, fanden auf Gräfendorf statt.

19. bis 21. Jahrhundert

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gab es eine Windmühle, einen Hufschmied, eine eigene Brauerei und Weinbrandbrennerei, sowie eine Ziegelei und einen Schankwirt. Zu dieser Zeit war Johann Gottlieb Koppe der Verwalter des Guts, der mit seinem Wirken zu einer erheblichen Steigerung der Produktivität beitrug. Gutserbe der Thümen wurde der Bruder Karl jun. von Thümen (1796–1870), der ebenso die alten Familien-Stammgüter um Blankensee und Stangenhagen übernahm. Später bekam der Neffe Felix von Thümen (1839–1892), k. und k. Adjunkt, Gut Gräfendorf. Er[5] wanderte schließlich nach Österreich-Ungarn aus und starb in Teplitz-Schönau, seine Witwe lebte zuletzt in Stralsund; die Kinder ererbten Gräfendorf nicht mehr.[6] Felix von Thümen nannte sich von Thümen-Gräfendorf und wurde ein europaweit bekannter Botaniker und Mykologe. Nachfolgend setzt ein häufiger Besitzerwechsel im Kontext mit dem Rittergut ein.

Etwa 1866 hatte Gräfendorf 244 Einwohner. Neuer Rittergutsbesitzer auf Gräfendorf und Betreiber der Branntweinbrennerei wurde in diesem Jahr der Landwirt Benno Meyer.[7] Um 1880 wurde das Gutshaus, damals im Besitz der Familie Simon,[8] an jeder Seite um drei Achsen erweitert, neue Fenster eingebaut und das Gebäude erhielt einen Turm mit einer hofseitigen Uhr. Ab dem Jahr 1891 wurde der Ort Kirchendorf mit Rittergut, 589 ha groß, und Schäferei. Pächter, auch der Brennerei, war Ober-Amtmann Hauffe. 1896 ist Familie Brumhardt Gutseigentümer.[9]

Ab 4. Juli 1909, mit Bestätigung durch den Landrat des Kreises Jüterbog-Luckenwalde am 3. September 1909, gab es eine örtliche Feuerwehr, durch den Gemeindevorstand und dem damaligen Gutsbesitzer Franz Salomon als Gründungs-Verbandsvorsitzender.[10] 1914 bestand das Gräfendorfer Rittergut der Familie Salomon weiterhin im Verband mit dem dazugehörigen Gutsareal in Welsickendorf.[11]

1929 war das Rittergut mit 800 ha umfangreich, inklusive des Ritterguts Welsickendorf, im Eigentum des Franz Salm (1868–1940).[12] Salm führte auch das dem Gutsherrn zustehende Kirchenpatronat aus.

Das barocke Gutsschloss wurde im Zuge der Bodenreform auf Grundlage des SMAD-Befehls Nr. 209 im Jahr 1947 abgerissen. Erhalten geblieben ist der Gutspark mit seinem alten Baumbestand und einem großen Teich. Am 31. Dezember 1997 schlossen sich Gräfendorf, Borgisdorf, Hohenahlsdorf, Hohengörsdorf, Meinsdorf, Nonnendorf, Reinsdorf, Riesdorf, Schlenzer, Sernow, Waltersdorf Welsickendorf, Werbig und Wiepersdorf zur Gemeinde Niederer Fläming zusammen.[13]

Von 1815 bis 1952 gehörte Gräfendorf zum Landkreis Jüterbog-Luckenwalde der preußischen Provinz Brandenburg, bis 1993 zum Kreis Jüterbog.

Sehenswürdigkeiten

  • Die Dorfkirche Gräfendorf stammt aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts und wurde aus Feldsteinen errichtet.
  • Reste des ehemaligen Gutshauses

Persönlichkeiten

  • Anna Minna (Anina) von Thümen,[14] verheiratet mit William von Baensch;[15] Autorin, Portraitmalerin; 1865 in Gräfendorf geboren

Bevölkerungsentwicklung

Jahr 1875 1890 1925 1933 1939 1946 1950 1964 1971
Einwohner 264 235 252 256 236 331 365 324 293

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[16]

Literatur

Commons: Gräfendorf (Fläming) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Amtsblatt Dahme/Mark 3/2019.
  2. Abschriften des Lehnbriefes für Michael Heinrich Wollersheim und dessen Erben und Nachkommen über die Güter zu Gräfendorf und des Konsenses des Kaufkontraktes des Christian Wilhelm von Thümen über das Gut Gräfendorf; 1698-1713 (Akte), in: BLHA 37 Gräfendorf 1.
  3. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. 1902. 3. Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1901, S. 819 f.
  4. Vgl. Dresdner Hefte, Nr. 64, Hrsg. Dresdner Geschichtsverein e. V.; Neuer Nekrolog der Deutschen, zwölftes Buch, zweiter Theil, Weimar 1836.
  5. Thümen, Felix Carl Albert Ernst Ivrahim von: Auswanderung nach Österreich-Ungarn; 1865-1874 (Akte). Enthält: Ehefrau Bertha geb. Tuscany und Kinder Nikolaus (* 1862), Anna (* 1865), Friedrich (* 1867), Lucy (* 1874)., BLHA 2A I St Verweis.
  6. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser 1913. 14. Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1912, S. 684.
  7. Gräfendorf. Dorf und Gut. Rittergutsbesitzer Benno Meyer., in: Deutschlands Handel und Industrie. Neuestes Repertorium des deutschen Handels-, Fabrik- und Gewerbestandes, Norddeutschland nach der Sandler`schen Principien des Jahres 1866, I. Abtheilung: Königreich Preussen, Zweiter Band: Brandenburg, Schlesien, Ostpreußen, in:Hrsg. Chr. Sandler, F. Berggold, Berggold Selbstverlag, Berlin 1867, S. 132.
  8. P. Ellerholz, H. Lodemann, H. von Wedell: General-Adressbuch der Ritterguts- und Gutsbesitzer im Deutschen Reiche. 1. Band: Das Königreich Preussen, Lfg. 1: Die Provinz Brandenburg. Kreis Teltow. Nicolaische Verlags-Buchhandlung R. Stricker, Berlin 1879, S. 100–101, doi:10.18452/377 (hu-berlin.de). Reprint. ISBN 3-226-00787-4.
  9. Paul Ellerholz, E. Kirstein, Traug. Müller, W. Gerland, Georg Volger: Handbuch des Grundbesitzes im Deutschen Reiche, I., Das Königreich Preussen, I. Lieferung, Provinz Brandenburg, 3. Auflage, Nicolai/ R. Stricker, Berlin 1896, S. 204 f.
  10. Feuerwehr Gräfendorf 1909.. 2023. Spritzenverband Gräfendorf. 2023.
  11. Ernst Seyfert: Güter-Adreßbuch für die Provinz Brandenburg, in: Niekammer`s Güter-Adressbücher, Band VII, 2. Auflage, Druck Pierersche Hofbuchdruckerei Stephan Geibel & Co. Altenburg, Reichenbach`sche Verlagsbuchhandlung, Leipzig Februar 1914, S. 24 f.
  12. Ernst Seyfert, Hans Wehner (Hrsg.): Landwirtschaftliches Adreßbuch der Rittergüter, Güter und Höfe der Provinz Brandenburg, in: Niekammer`s Güter-Adressbücher, Band VII, 4. Auflage, Niekammer`s Güter-Adressbüchern GmbH, Leipzig 1929, S. 24.
  13. Gräfendorf, in: gemeinde-niederer-flaeming.de. Gemeindeverwaltung Niederer Fläming, abgerufen am 2. November 2016.
  14. Anina von Baensch, Deutsche Nationalbibliothek. 2023.
  15. Emanuel Ferdinand William von Baensch 11.10.1869–ohne Sterbedatum, in: Einblicke in die Sammlungsgeschichte, Hrsg. Städtische Museen Freiburg im Breisgau, 2023.
  16. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Teltow-Fläming. S. 22–25. (PDF)