Rettungsaktion, Teil zwei - so könnte man den jüngsten Schritt der Spar Handels AG bezeichnen. Der Schenefelder Einzelhändler muss sich erneut von Läden trennen: 87 von insgesamt 458 Eurospar-Märkten sollen ausgegliedert und entweder an Mitbewerber verkauft oder einer anderen Spar-Vertriebslinie zugeordnet werden. Für 69 Märkte könnte es das Aus bedeuten - falls nicht doch noch Erträge anfallen. Vorstandschef Arwed Fischer, seit März dieses Jahres im Amt, muss den Handelskonzern sanieren. Im vergangenen Jahr gab es einen Verlust von 300 Millionen Mark (Umsatz: knapp 16 Milliarden Mark) - nachdem auf Wunsch einzelner Großaktionäre jahrelang offenkundig wahllos Handelsfirmen akquiriert worden waren. Für Investitionen in die Läden und in den Preiswettbewerb blieb da nichts mehr übrig.