Pfilme (Posts tagged nippon)

1.5M ratings
277k ratings

See, that’s what the app is perfect for.

Sounds perfect Wahhhh, I don’t wanna

Lowlife Love (2015)

Nippon Connection #2

Was “The Actor” in absurde Anekdoten kleidete, verpackt “Lowlife Love” dann als ungleich unterhaltsamere schwarze Komödie. Der Blick hinter die Filmfabrik-Fassade offenbart hier nämlich - natürlich - erstmal: Dicke Titten, dicke Egos, dicke Porno-Mafiosi. Am dreckigen Latrinenboden der japanischen Filmindustrie versucht dazwischen ein Widerling von Indie-Regisseur, der immer noch auf der Erfolgswelle seines einzigen Films reitet, sein nächstes Meisterwerk zu drehen - und nebenbei möglichst alle Darstellerinnen flachzulegen. Dass die Satire an sich relativ plump ist, ist egal, wunderbar frech und dreckig ist sie trotzdem, und, ehrlich gesagt, ein so billiger Film, dessen Produzent übrigens dafür Garderobe und Plattensammlung verkaufte, darf gerne ungeniert in alle Richtungen des Business treten. Dabei hantiert er beeindruckend elegant mit einem großen Figurenensemble gleichsam abstoßender wie liebenswürdiger Loser. Nicht allzu komplex, aber witzig und direkt wird so das Independentkino entromantisiert, und die schön sentimentale These aufgestellt, dass Kommerzhuren und Kunsthelden der Filmwelt letztlich alle notgeile Egomanen sind, aber auf der gleichen Seite stehen - weil sie neben Sex und Anerkennung halt auch das Kino mit Leidenschaft lieben.

lowlife love nippon connection kino film rezension kritik review 2015

The Actor (2015)

Nippon Connection #1

Im Q&A nach dem Ende der Vorstellung fasst die Regisseurin (Satoko Yokohama) ihren Film recht treffend zusammen: Fasziniert habe sie eine Episode aus dem Leben eines Charakters, der durchgängig keine Wandlung durchmache.
Nun, eine solche ist ihr fraglos gelungen. Geleitet vom desinteressierten bis -illusionierten Blick des großartigen Hauptdarstellers flowt mein erstes Filmfestival-Erlebnis so von einem obskuren Dreh des “Actors” gemütlich zum nächsten, und sonst passiert nicht viel. Drumherum darf sich der Pechvogel auch mal nach einer Akteurin an seiner Seite sehnen, jedoch höchstens mal sporadisch. Das Ganze ist dann manchmal herrlich seltsam, bisweilen zu bemüht genau dies, nach einer Weile auch einfach anstrengend und repetitiv. Interessant ist es trotzdem, dieses übersehene, komische Schicksal der ewigen Statisten aus dem Nimbus der Schauspielerbranche, das uns Miss Yokohama präsentiert. Außerdem war die Frau so klein und niedlich, dass man ihrem Film so richtig böse auch gar nicht sein will.

the actor satoko yokohama nippon connection 2015 kino rezension kritik review film