The Visit (2015)

Ein schizophrener Film, oszillierend irgendwo zwischen Understatement-Horror und Ironie, irgendwo zwischen Mockumentary aus Armut und cleverer Ausschöpfung jener verfluchten Form, bei dem man nie ganz sicher ist, wie viel hintersinniges Augenzwinkern man ihm zutrauen darf. Mal stumpf, mal unpassend sentimental. Mit erstaunlich witzigen und kreativ-gruseligen Momenten, aber letztlich weder komödiantisch noch als Horrorfilm überzeugend. Und hier der Twist: Bei alldem mein allerallerersteer M. Night Shyamalan-Film. Ich wollte den mögen, wollte vor allem, bei einem Film, der angeblich nicht ganz ernst genommen werden will, zum bescheuerten Film eine bescheuerte Auflösung. Aber da überrascht Shyamalan gleich doppelt: Der Twist ist da - und einfach lahm. Trotzdem wurde ich noch von der Trashigkeit unterhalten, war aber enttäuscht, erwartete ich doch vor allem irgendwas unerwartetes.