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The Case of Hana & Alice (2015)

Nippon Connection #3

Zum Ende verließen wir die Gefilde der Meta-Satire und entspannten uns bei einem niedlichen Anime über die erblühende Freundschaft zweier Mädchen.
Von sentimentaler Musik unterlegt wird hier von Alltäglichkeiten und Abenteuern zweier Außenseiterinnen erzählt, die endlich mal nicht hoffnungslose Nerds sind, sondern realistische, klar umrissene Charaktere, deren Eigenheiten nie zum Selbstzweck verkommen und zu mehr dienen als der zur Schau gestellten Seltsamkeit. Ansonsten bemüht man sich mit reichlich Kindheits-Nostalgie, Leichtigkeit und impressionistisch kolorierten Hintergründen stark um Poesie, und ist trotz einfacher Mittel erstaunlich oft erfolgreich darin.
Nichts neues von der Coming-of-Age-Front, aber echt schön und charmant.

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Batman v Superman: Dawn of Justice (2016)

Oder auch: “Wie früh kann ein Film zum Guilty Pleasure werden?”.
Selten hat man einen Blockbuster gesehen, der mit solch einem herrlichen Krachbumm vor, nein, es muss heißen, durch die Wand gefahren wurde, und dafür von Fans und Kritikern auch sogleich die Quittung bekommen hat. “BvS” hat einige der erstaunlichsten Drehbuchverirrungen zu bieten, die ich in einem solch hochbudgierten Film je gesehen habe (Stichwort “Martha”), und bringt dank absurd hoch geschürter Erwartungen scheinbar das noch junge DC-Universum gehörig ins Wanken.
Und doch - darf ich es sagen? - so oft, wie ich die Leinwand ungläubig anschreien wollte, so oft genoss ich auch Zack Snyders diverse Inszenierungsfetische, ausgewählte Einzelszenen und all das philosophische Pathos. Und auch, wenn der titelgebende Kampf enttäuscht: Am Ende wird es so dumm und laut, dass ich dem Film einfach nicht mehr böse sein konnte.

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Son of Saul (2015)

Über ganz Ausschwitz einen Film zu machen, ist barbarisch. Ein Schrecken, der so groß ist, lässt sich in seinem ganzen Umfang nicht künstlerisch einfangen. Nichtsdestotrotz ist es wichtig, sich ihm immer wieder anzunähern. Insofern ist “Son of Saul” so clever wie konsequent mit seiner wortwörtlichen Tunnelblick-Inszenierung: Die totale Fokussierung auf ein Einzelschicksal, das uns zugleich unmissverständlich als eines unter vielen präsentiert wird, funktioniert, und in seinen besten (nicht unbedingt spektakulärsten) Momenten scheint man mit Saul wirklich das Stück eines Bruchteils dessen zu erleben, was im KZ die Perversion eines Alltags war. Das allein ist eine absolut beachtliche, stets sehenswerte Leistung. Da Laszlo Nemes aber weder zu neuen Aussagen noch Emotionen findet, geht man am Ende etwas leer aus dem Kino, und ein sehr guter Film mit feiner Form verpasst es leider, zum Meisterwerk zu werden. 

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Marvel´s The Avengers 2: Age of Ultron (2015)

Es ist kein Geheimnis, dass die Phase 2 des gigantomanischen Marvel Cinematic Universe keine künstlerische Goldgrube war, “Iron Man 3″ und Co waren leider nie mehr als pflichtbewusstes Füllwerk, das die Hoffnungen auf das Genie Joss Whedons und sein Finale erhöhte. Der machte schon die ersten Avengers zu einem nahezu perfekt ausbalancierten Massenprodukt und ist sichtlich bemüht (und oft erfolgreich darin) dessen Qualitäten auf diesen Nachfolger zu übertragen, der sichtlich unter den großen Erwartungen leidet: Der Unmenge an Hauptcharakteren werden gleichmäßig Konflikte und Entwicklungen zugestanden, wobei hier aufgrund der vielen Neuzugänge dieses Kunststück wesentlich schwieriger gerät. Besonders Hawkeye wird eine wunderbar augenzwinkernde Rolle zugesprochen, Bruce Banner und Black Widow werden ebenfalls in ein faszinierendes Licht gerückt. Der Bösewicht Ultron bewegt sich tatsächlich auf Loki-Level, interessant und humoristisch bravourös eingesetzt, die Action ist mal so lala, mal fantastisch, aber mit genug denkwürdigen Höhepunkten. Nur im Mittelteil scheint das überambitionierte Projekt fast unter der Menge an Plotsträngen zusammenzubrechen, und auch mit der Einführung Visions hat man sich keinen Gefallen getan, jener ist nämlich vollkommen entbehrlich.
Nichtsdestotrotz hat Joss Whedon es erneut (und scheinbar zum letzten Mal) vermocht, Nerds und Masse hinter sich zu vereinigen und ihnen ein Spektakel zu bieten, von dem ich, was immer ein gutes Zeichen ist, nicht wollte, dass es endet: Witziger, düsterer, tiefer, aber auch wesentlich fehleranfälliger als sein Vorgänger.

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