Forrester sieht DSL-Wachstum dank Preissenkungen
Bis 2008 ein Drittel der vernetzten Haushalte in Europa mit Breitband-Zugang?
In fünf Jahren - so prognostizieren die Analysten von Forrester Research - werden in Europa ein Drittel aller vernetzten Haushalte via Breitbandzugang im Internet surfen und Audio- oder Video-Dateien downloaden. ADSL werde dabei die bevorzugte Zugangstechnik, während die Zahl der interaktiven Kabelanschlüsse zurückgehe.
ADSL-Services (Asynchronus Digital Subscriber Line) entwickeln sich dabei laut Forrester Research zu den bevorzugten Zugangsmöglichkeiten bei den privaten Kunden der europäischen Dienste-Anbieter. Die Investitionen in das Aufrüsten der vorhandenen Kupfernetze sieht das Marktforschungsunternehmen auf Profitkurs: Von den 50 Millionen europäischen Haushalten, die sich bis 2008 für einen Breitbandanschluss entscheiden, würden 71 Prozent einen ADSL-Zugang wählen.
Der Anteil der Breitbandanschlüsse aller vernetzten Haushalte erreiche dann europaweit 30 Prozent. Für Deutschland erwartet Forrester Research bis 2008 etwa 12 Millionen via Breitband vernetzte Haushalte. Entscheidend für das wachsende Interesse an ADSL-Anbindungen seien die neuen Preismodelle der Internet Service Provider und Preissenkungen unter die kritische Grenze von 30,- Euro pro Monat. Hinzu komme ein erweitertes Angebot an Diensten.
Weitere Bewegung im Markt erhofft sich Forrester durch die Entbündelung von Zugang und Dienst. So können Kunden von den Netzbetreibern British Telekom und Telefónica einen Zugang wählen und sich dann für einen anderen Dienstanbieter entscheiden.
Als Verlierer sieht Forrester-Analyst Lars Godell die Anbieter interaktiver Kabelanschlüsse, die im Jahr 2000 noch 53 Prozent Marktanteil im Breitbandgeschäft beanspruchten. Zwar werde sich die Zahl der Kabelanschlussnutzer im Vergleich zum Jahr 2003 bis 2008 um fast das Doppelte auf fast 10,8 Millionen steigern, ihr Marktanteil damit jedoch lediglich bei 22 Prozent liegen. Ursache dafür sei die teure Aufrüstung vorhandener Kabelnetze für interaktive Dienste. Die verbleibenden sieben Prozent Marktanteil für Breitbandzugänge werden 2008 auf weniger verbreitete Technologien wie Internet über Satellit oder per Stromnetz (Powerline) entfallen.
Die bisherigen Hindernisse für Kunden, einen Breitbandzugang zu nutzen - eine fehlende Infrastruktur, zu hohe Preise und wenige Breitbandinhalte - sieht Forrester weitgehend ausgeräumt. Auf ländliche Regionen, in denen meist nur die im Gegensatz zu DSL meist teurere Breitbandanbindung per Satellit zur Verfügung steht, gehen die Marktforscher dabei nicht ein.
Mit einem Wachstum von 92 Prozent gegenüber dem Vorjahr liegt die Zunahme der Breitbandanschlüsse in 2002 weit über den Erwartungen der Anbieter, so Forrester. Auch für 2003 wird ein starkes Wachstum erwartet. Mit einer Datenrate von mehr als 128 Kbps würden Breitbandanschlüsse als Always-on-Verbindungen dem wachsenden Bedarf der Kunden nach schnellen Downloads besonders für Audio- und Videodaten entsprechen. Heute haben rund 20 Millionen Haushalte in Europa einen Breitbandanschluss.
Bei der europaweiten Verteilung der Breitbandanschlüsse dominieren 2008 nach Forresters Blick in die Glaskugel wie in der Vergangenheit die skandinavischen Länder: In Schweden und Dänemark haben demnach in 2008 mehr als 40 Prozent aller Haushalte einen Breitbandanschluss. Auch die Niederlande könnten mit einem Anteil von über 40 Prozent bei den vernetzten Haushalten eine Spitzenposition behaupten. Die südeuropäischen Länder würden im Vergleich dazu deutlich abfallen: In Italien werden - so erwartet es Forrester - nur 24 Prozent aller Haushalte eine Breitbandzugang haben, in Spanien sollen es nur 18 Prozent sein. Griechenland bilde das Schlusslicht mit nur 5 Prozent. Deutschland, Österreich und die Schweiz sowie Belgien, Finnland und Großbritannien werden mit einem durchschnittlichen Anteil von 30 bis 35 Prozent im Mittelfeld liegen.
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dsl fördert arbeitsplätze, wusst ichs doch (waffenhändler für die glasfasergeplagten...
...und Glasfasergeplagte werden sich in den Kopf schiessen? ... Steht das auch in der...