Fast jeder zweite EU-Haushalt surft über Breitband

Digitales Nordeuropa

Die Statistiker der EU haben die Europäer nach ihrem Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien befragt. Danach haben immerhin mehr als die Hälfte der europäischen Haushalte Zugang zum Internet, die meisten sogar über Breitband. Deutliche Mängel gibt es jedoch bei der Kompetenz im Umgang mit dem Internet. Wird es technisch anspruchsvoller, müssen viele passen. Die Nordlichter schlossen dabei in vielen Disziplinen am besten ab.

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Halb Europa surft - und meistens schnell: Nach einer aktuellen Studie des Statistischen Amtes der Europäischen Gemeinschaften (Eurostat) hatten im ersten Quartal 2007 mehr als die Hälfte der Haushalte (54 Prozent) einen Internetzugang, 42 Prozent davon einen Breitbandzugang. Die Anzahl der Internetzugänge wuchs dabei gegenüber dem Vorjahreszeitraum nur leicht um 5 Prozent. Immer mehr EU-Surfer schätzen aber den Komfort eines schnellen Zugangs und haben sich im vergangenen Jahr einen Breitbandzugang angeschafft: Die Zahl der Breitbandanschlüsse wuchs seit Anfang 2006 um 12 Prozent (2006: 30 Prozent). Die Erhebung umfasst Haushalte in den 27 EU-Staaten (ohne Malta) sowie in Norwegen und Island.

Die Verteilung ist dabei recht unterschiedlich: Die meisten Anschlüsse gibt es in Island (84 Prozent), den Niederlanden (83 Prozent) und Schweden (79 Prozent). In Deutschland haben knapp drei Viertel aller Haushalte (71 Prozent) Zugang zu den weltweiten Datennetzen. Die wenigsten vernetzten Haushalte gibt es in Griechenland (25 Prozent), Rumänien (22 Prozent) und Bulgarien (19 Prozent). Ein ähnliches Bild ergibt sich bei den schnellen Internetzugängen: Auch hier führt Island (76 Prozent) vor den Niederlanden (74 Prozent) und Dänemark (70 Prozent). In Deutschland hingegen setzt nur jeder zweite Haushalt (50 Prozent) auf Breitband. Schlusslicht sind wiederum Bulgarien (15 Prozent), Rumänien (8 Prozent) und Griechenland (7 Prozent).

Die Eurostatistiker interessierten sich jedoch nicht nur für die Gegebenheiten, sondern auch für die Internetaktivitäten der Europäer. Sie fragten deshalb danach, welche Angebote die EU-Surfer nutzen, wie sie ihre Rechner schützen oder ob sie auch über das Internet telefonieren. Ziel war es, mehr über die EDV-Kompetenz der Menschen in den europäischen Ländern herauszubekommen.

Einfachere Online-Aktivitäten wie eine Suchmaschine zu nutzen (57 Prozent) oder eine E-Mail mit Anhang zu versenden (50 Prozent) beherrscht immerhin die Hälfte der Surfer. Bei technisch anspruchsvolleren Aufgaben müssen viele passen: So hat nur jeder vierte Europäer (27 Prozent) Software aus dem Internet heruntergeladen und installiert. Etwa genauso viele (24 Prozent) diskutieren in Chatrooms oder Diskussionsforen. 15 Prozent der Befragten gaben an, über das Internet zu telefonieren. 13 Prozent tauschen Dateien über Peer-to-Peer-Netzwerke. Eine Website erstellt hat nur jeder Zehnte (10 Prozent). Bedenklich hingegen stimmt, dass nicht einmal jeder dritte Europäer (30 Prozent) seinen Computer vor bösartiger Software wie Viren oder Spyware schützt.

Nimmt man die Anteile an den abgefragten Aktivitäten in den jeweiligen Ländern als Gradmesser für Kompetenz im Umgang mit Computer und Internet, so sind die Nordeuropäer neben den Luxemburgern die erfahrensten Nutzer in Europa. Die Kompetenz der einheimischen Surfer liegt in den meisten Fällen über dem europäischen Durchschnitt.

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